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Hochlohnland Deutschland

Eva Roth über eine interessante Erklärung der Exportüberschüsse

  • Von Eva Roth
  • Lesedauer: 1 Min.

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Warum sind die Importe nach Deutschland Jahr für Jahr viel niedriger als die Exporte aus der Bundesrepublik? Das arbeitgebernahe Institut IW bietet hierfür eine Erklärung an, die nicht ganz neu, aber dennoch interessant ist: Deutschland sei ein Hochlohnland, das hochpreisige Produkte ausführe, sagt Instituts-Chef Hüther. »Wir sind spezialisiert im Bereich der Industrie, so wie sie vielfach andere nicht mehr haben, und das macht derzeit diese Marktposition aus.« Diesen etwas sperrigen Satz kann man so verstehen: Die Produkte aus Deutschland werden im Ausland nicht deshalb gekauft, weil sie relativ preiswert sind, sondern weil sie so hochwertig sind.

An diesem Argument dürfte was dran sein. Das bedeutet aber auch: Gerade exportorientierte Unternehmen müssen von ihren Belegschaften keine Lohnzurückhaltung fordern. Sie müssen auch nicht jede Menge Arbeiten auslagern, an Firmen, die ihre Beschäftigten schlecht bezahlen. Gerade die Exportindustrie kann vielmehr ordentliche Gehälter zahlen und die Einkommen jedes Jahr spürbar erhöhen. Schließlich steigt auch die Produktivität, und die Kunden kaufen weiterhin die hochwertigen Produkte. Bleibt die Frage: Wieso haben deutsche Unternehmen dann über Jahre erfolgreich Lohnzurückhaltung gefordert und dies auch damit begründet, dass die preisliche Wettbewerbsfähigkeit besser werden muss?

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