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Gesichter der Armut

Am 1. Mai geht es um eine gerechte Gesellschaft für alle

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Illy ist Italienerin. Vor sieben Jahren kam die junge Frau nach Berlin, weil sie die Stadt spannend fand, weil sie sich hier eine Zukunft erhoffte. Es kam anders: Pläne scheiterten, Hoffnungen zerstoben. Der Fotograf Florent Moglia, der wohnungslose Menschen porträtiert (siehe auch die folgenden Seiten), traf Illy, als sie auf einer Brachfläche in Berlin lebte.

Obdachlose gehören zu denjenigen, die am härtesten und offensichtlichsten von Armut betroffen sind. Aber Armut hat viele, auch versteckte Gesichter. Ob Rentner, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, kinderreiche Familien, Migranten - viele Menschen im reichen Land Deutschland leben in Armut oder sind davon bedroht. Das derzeit wieder heftig umstrittene Hartz-IV-System hat Armut zum Massenphänomen gemacht, sagt der renommierte Armutsforscher Christoph Butterwegge.

»neues deutschland« widmet dem Thema Armut am Vorabend des 1. Mai, des Tages der Arbeit, einen Themenschwerpunkt. Wir haben mit Sandra Schlensog gesprochen, einer Hartz-IV-Bezieherin, die mit ihrer Kritik am CDU-Hardliner Jens Spahn bekannt geworden ist. Wir haben obdachlose Polen in Berlin besucht und berichten aus der - statistisch betrachtet - ärmsten Stadt Deutschlands, Gelsenkirchen, wo das durchschnittliche Monatseinkommen pro Kopf 1356 Euro netto beträgt.

Der 1. Mai, die Demonstrationen und Kundgebungen wären ein guter Anlass, auf Menschen in Armut aufmerksam zu machen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft dazu auf, für Solidarität, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit auf die Straße zu gehen - am dringendsten brauchen diejenigen Solidarität, die gezwungenermaßen immer auf der Straße sind. nd Seiten 2 bis 8, 11

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