Werbung

Mit Vielfalt zum Konsens

Kurt Stenger befürchtet, dass die Kohlekommission zum Scheitern verurteilt ist

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wie lässt sich eine Verhandlungsrunde mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit in den Sand setzen? Indem man nur Vertreter der einen Seite einlädt. Genau darauf könnte es bei der von der Bundesregierung geplanten Kohlekommission hinauslaufen. Die ostdeutschen Kohleländer fordern, dass nur die vertreten sind, für die die Kohle und speziell die heimische Braunkohle die Energiewendebrücke bis zum St. Nimmerleinstag ist.

Nimmt Deutschland den Klimaschutz und seine internationalen Verpflichtungen ernst, darf man aber nicht bremsen, sondern muss einen ebenso zügigen wie sozialverträglichen Ausstieg in die Wege leiten. Dazu bedarf es gerade der Kompetenz der - offenbar unerwünschten - Umweltverbände, die sich im Unterschied zu allen anderen schon lange ernsthaft Gedanken darüber machen, wie das gehen könnte. Schiebt man das Thema weiter auf, werden vor allem die von tiefem Strukturwandel betroffenen Regionen darunter leiden.

Dass die Ost-Kohleländer besondere Mitsprache fordern, dann ist das in einem Punkt, den sie selbst gar nicht sehen, doch berechtigt: Wenn es um den Fahrplan der Schließungen der Kraftwerke und Tagebaue geht, könnte das politisch übermächtige Nordrhein-Westfalen zulasten des Ostens seine Schäfchen ins Trockene bringen. Auch hier kann der Ausgleich der Interessen nur dann gelingen, wenn die Runde möglichst vielfältig ist.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen