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Küken-Tötung war rechtens

Oldenburg. Nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben zwei niedersächsische Brütereien, als sie im Januar 2017 rund 560 000 Putenküken durch Gas oder im Schredder töteten. Das hat jetzt die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigt und Ermittlungen eingestellt, die der damalige Landesagrarminister Christian Meyer (Grüne) angeregt hatte. Er meinte, die Betriebe hätten gegen das Gesetz verstoßen, das besagt: Getötet werden dürfen Wirbeltiere »nur aus vernünftigem Grund«. Ein solcher lag vor, so die Staatsanwaltschaft, denn wegen der seinerzeit grassierenden Vogelgrippe hätten die Küken nicht exportiert werden können, und in Deutschland habe es für sie nicht genug Stallungen gegeben. Wären die Tiere am Leben geblieben, hätte dies für die Brütereien wirtschaftliche Schäden bedeuten können. haju

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