Werbung
  • Kommentare
  • Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten

Überraschung ja, Freude nein

Johanna Treblin über den Abgang der LAF-Chefin Langeheine

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zwar ist niemand sonderlich überrascht über den Weggang der Präsidentin des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). Von Trauer oder Freude ist allerdings auch nichts zu hören. Ver.di-Vertreter Roland Tremper spricht von einer »Unruhe« unter den Mitarbeitern. Schließlich sei überhaupt nicht klar, ob mit einem neuen Behördenleiter alles besser werde.

Das ist schon deshalb richtig, weil das Chaos in der Flüchtlingsverwaltung nicht erst unter Claudia Langeheine entstand und genau genommen nicht erst 2015 seinen Anfang nahm, als eine große Zahl von Geflüchteten in die Stadt kam, mit der niemand gerechnet hatte. Mindestens seit 2011 wurde immer wieder mehr Personal angefordert, um die Arbeit vernünftig erledigen zu können. Doch erst 2015 wurde die Behörde adäquat aufgestockt - jedoch mit vielen kurzfristig Beschäftigten und sogenannten Abordnungen aus anderen Ämtern. Im neuen LAF sind nun fünfmal so viele Menschen für Flüchtlingsangelegenheiten zuständig. Doch wo Strukturen fehlen, nutzt auch eine solche Stellenaufstockung wenig.

Eine neue Führung muss es verstehen, solche Strukturen zu entwickeln. Dies gelingt ihr umso besser, wenn sie den Rückhalt der übergeordneten Behörde hat. Dafür ist der Weg nun frei.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen