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Oberster Waffenlobbyist

Neuer Chef der NRA: Der 74-jährige Oliver North

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Der für seine Rolle in der Iran-Contra-Affäre bekannte ehemalige Militärberater Oliver North wird neuer Präsident der mächtigen US-amerikanischen Waffenlobbyorganisation NRA (National Rifle Association of America). Der 74-jährige ist Kommentator beim erzkonservativen US-Sender Fox News. Er werde sein Amt so bald wie möglich übernehmen, teilte die NRA am Montag dieser Woche mit. Seine Funktion bei Fox News werde er dafür niederlegen, so North.

Er übernimmt das Amt des NRA-Präsidenten inmitten einer polarisierten Debatte über Waffenbesitz in den USA. Nach einem Massaker an einer Highschool in Parkland/Florida im vergangenen Februar, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen, gingen Hunderttausende in den USA auf die Straße, um für schärfere Waffengesetze zu demonstrieren. Seitdem ist auch die NRA unter Druck.

Doch North ist wohl das, was man einen »harten Hund« nennt. Der 1943 in Texas geborene North hat in Vietnam gekämpft und war als Agent für den Geheimdienst CIA tätig. In den 80er Jahren war er einer der Drahtzieher in der Iran-Contra-Affäre, als unter dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan Geld aus geheimen Waffenverkäufen an Iran an rechte Contra-Guerillas in Nicaragua weitergeleitet wurde, die dort gegen die linke sandinistische Regierung kämpften.

North war damals als militärischer Berater des Nationalen Sicherheitsrates der USA tätig. Als die Vorgänge öffentlich wurden, entließ ihn Präsident Reagan. Er wurde 1988 angeklagt und schuldig gesprochen dafür, illegal Waffen nach Iran geliefert und mit den Gewinnen die nicaraguanischen Contras unterstützt zu haben. Später wurde das Urteil wegen Verfahrensfehlern jedoch aufgehoben.

Aktivisten gegen Waffengewalt kritisierten Norths Ernennung. Sein Name stehe synonym für Korruption und Schande, hieß es etwa in einer Mitteilung der Brady Campaign gegen Gewalt durch Schusswaffen. Mit Agenturen

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