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Professor brachte Schwung rein

Klettern ohne Seil und Gurt am Fels oder an künstlichen Kletterwänden draußen bzw. in der Halle: das ist Bouldern (engl. boulder; dt. Felsblock). Einst trainierten Alpinisten auf diese Weise die komplizierten Abschnitte ihrer Aufstiege. Das verselbstständigte sich dann zum Sport.

Zum Guru des modernen Boulderns stieg der 1937 geborene US-Amerikaner John Gill auf. Der Mathematikprofessor aus Kalifornien kippte die zuvor im Klettersport allgemein anerkannte Drei-Punkte-Regel, nach der von vier Gliedmaßen stets drei mit dem Fels in Kontakt sein sollten. Er entwarf und propagierte einen fließenden Bewegungsstil, bei dem der Schwung des jeweiligen Kletterschritts für den nächsten genutzt wird.

Den aktuellen Boom in Deutschland - bis hin zur Etablierung eines regelrechten Bundesligabetriebs - maßgeblich befördert haben jedoch besonders die großen Kletterhallen, die inzwischen republikweit zu finden sind. gra

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