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Rosemarie Schuder tot

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Ihre Bücher erlebten Millionenauflagen, darunter ihre Künstler-Romane über Michelangelo, Hieronymus Bosch und Boticelli. Sie gehörte zu den meist gelesenen und beliebtesten Schriftstellerinnen in der DDR: Rosemarie Schuder, geboren am 24. Juli 1928 in Jena als Tochter des Dramatikers Kurt Schuder und seiner gleichfalls literarisch tätigen Frau Else. Zunächst journalistisch für die »Tägliche Rundschau« und die »Neue Zeit« tätig, erlangte sie Anerkennung und Popularität durch gesellschaftskritisch angelegte historische Romane wie über das Täuferreich zu Münster in den 1530er Jahren.

Mit dem die Shoah überlebenden Publizisten Rudolf Hirsch, den die Christdemokratin 1958 geheiratet hatte, verfasste sie das Standardwerk »Der gelbe Fleck. Wurzeln und Wirkungen des Judenhasses in der deutschen Geschichte«, für das beide 1988 mit dem Nationalpreis der DDR geehrt wurden. In den letzten Lebensjahren trat Rosemarie Schuder mit Biografien über zu Unrecht vergessene Akteure des 19. Jahrhunderts hervor, so über Bismarcks Gegenspieler und Streiter gegen Antisemitismus Eduard Lasker und Ludwig Bamberger. Ihr letztes Buch widmete sie Luthers radikalem Doktorvater Andreas Bodenstein aus Karlstadt (2016).

Rosemarie Schuder starb am 5. Mai in Berlin. ves

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Das Blättchen Heft 19/18