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Jeder in seinem Tempo

An diesem Wochenende gehört Berlins Innenstadt beim Velothon wieder den Radfahrern - sogar denen ohne Pedalen

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: 2 Min.

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»Beim Anschauen der Geschwindigkeiten vom letzten Jahr ist mir fast schwindlig geworden. Ist es vielleicht besser, Abstand vom Rennen zu nehmen?«, fragte Karl-Ernst Heise vor wenigen Tagen lieber noch mal nach. Die leichte Furcht der Neulinge gehört ebenso zum Velothon wie die folgende Beruhigung durch die Alteingesessenen. Ein bisschen Bammel auf der einen Seite, ein »Quatsch! Das wird schon« auf der anderen. Am Ende ist noch jeder durchgekommen. Und so schnell wie die Spitze muss ja auch niemand fahren, wenn er es nicht will oder kann. Die Vorzüge eines Jedermann-Radrennens.

Vor zehn Jahren versammelten sich im Herzen Berlins am Brandenburger Tor erstmals Hobbyradlerinnen und -radler auf ihren Mountainbikes, Rennrädern oder Tandems, um den ersten Velothon mitten durch die Stadt zu fahren. Damals wusste noch niemand, was auf ihn zukommen würde. 22 abenteuerlustige nd-Leserinnen und -leser machten sich dennoch unter rund 10 000 Gleichgesinnten auf die 60 oder 100 Kilometer langen Strecken. Mittlerweile sind noch ein 160-Kilometer-Hammer sowie viele weitere Fahrer im nd-Trikot dazugekommen. In diesem Jahr werden es trotz des frühen Termins im Mai auch wieder 40 sein. Glaubt man der Wettervorhersage, werden sie mit viel Sonne am Renntag für viele kalte Trainingstage entschädigt.

Ein Profirennen steht 2018 zwar nicht auf dem Programm, dafür aber nach den Jedermännern am Sonntag erneut die Austragung der Fixed-Gear-Weltmeisterschaft über 42 Kilometer für Fahrradfahrer, die auf eine Gangschaltung verzichten. Und in der Tradition der Veranstalter, sich immer etwas Neues einfallen zu lassen, locken sie in diesem Jahr die ganz, ganz Jungen auf die Straße des 17. Juni. Zwar ist der sogenannte Kids Velothon längst Teil der Tradition am Sonnabend des Rennwochenendes, doch diesmal soll es sogar ein Laufrad-Rennen für all jene geben, denen das mit den zwei Pedalen noch ein bisschen zu kompliziert ist.

Der Velothon wird also nie langweilig. Nicht einmal für diejenigen, die bisher noch jedes Mal dabei waren: »Im elften Jahr zum ersten Mal zwei Startbeutel selbst abgeholt«, schrieb Harald Fungk am Freitag. Er tat’s für zwei Freunde. Den eigenen Beutel ließ er beim Veranstalter. Den holt schließlich seine Zeitung immer für ihn ab. Die Vorzüge des nd-Teams!

Besucherinformationen, Renndaten sowie eine interaktive Karte zu allen Straßensperrungen an den Veranstaltungstagen finden Sie unter: www.velothon.com/de-de

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