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Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

»Wie konnte ich mich nur so in ihm täuschen!«, beschwerte sich ein Freund bei Herrn Mosekund über einen Nachbarn. »Seit Jahren kenne ich ihn, und nun muss ich vermuten, dass er die Rabattkarten aus meinen Zeitungen entwendet hat, die er für mich aus dem Briefkasten nehmen sollte, als ich verreist war.« - »In der Tat, ein schwerer Vertrauensbruch«, pflichtete Herr Mosekund bei. »Für das nächste Mal bin ich gewarnt«, sagte der Freund, »bevor ich ihm wieder etwas anvertraue, werde ich mit ihm spielen.« - »Wieso das denn?«, erkundigte sich Herr Mosekund. »Nun, Sie wissen doch sicherlich, was der alte Platon sagte«, antwortete der Freund: »Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.« - »Ach was«, bemerkte Herr Mosekund verblüfft. Am nächsten Tag kaufte er ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, setzte sich an den Küchentisch und spielte eine Stunde lang gegen sich selbst.

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