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Geschenk mit Botschaft

Alexander Isele über Trumps Versprechen in Nahost

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 2 Min.

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Rechtzeitig zum 70. Jahrestag kam dann auch Trumps persönliches Geschenk an Israel (sowie die Einlösung eines Wahlversprechens): Die Verlegung der US-amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Die Rechte in Israel frohlockte, feierte gar die Schaffung einer neuen Weltordnung, wie es Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat formulierte.

Zu seinem Amtsbeginn tönte Trump, den Konflikt in Nahost zu lösen, und entsandte seinen Schwiegersohn und Berater Jared Kushner. Werden beide Aussagen zusammengenommen - ich erkenne Jerusalem als Hauptstadt an und löse den Konflikt - dann bleiben zwei Möglichkeiten. Entweder Trump glaubt, nur eine realistische Betrachtung der Machtverhältnisse vor Ort könne die jahrzehntealte Blockade im Heiligen Land lösen; oder Trump meint mit »Lösung« nur eine Lösung für Israel.

So oder so, an die Palästinenser sendet Trump eine andere Botschaft: Eure Interessen zählen nicht. Es sind diese Nichtbeachtung und das Schaffen vollendeter Tatsachen, die Hunderttausende Menschen in Gaza und im Westjordanland auf die Straße treiben. Und die die Wut zum Überkochen bringen. Manchmal kann ein frischer Wind, eine neue Herangehensweise Blockaden lösen. Aber dazu müssen beide Seiten mitgenommen werden. Doch das tut Trump nicht. An Israel gerichtet löst Trump seine Versprechen ein. Für die Palästinenser ist sein Gerede von der Lösung des Konflikts ein tragischer Versprecher.

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