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Verena Bentele kann nicht sehen, aber das Wort verbieten kann ihr niemand. »Es ist eine schreiende Ungerechtigkeit, wie wir den Wert von Arbeit heute bemessen. Warum ist die Arbeit von Menschen, die zum Beispiel Autos herstellen, wertvoller als die Arbeit von Menschen, die andere pflegen?«, sagt sie in einem ruhigen und wohlüberlegten Tonfall. Die 36-Jährige weiß, dass sie mit dieser einfachen rhetorischen Frage ein gesellschaftliches Missverhältnis auf den Punkt bringt. An Selbstvertrauen hat es ihr ohnehin noch nie gemangelt. Am Mittwoch soll Bentele zur Präsidentin des Sozialverbandes VdK gewählt werden.

Bentele kennt ihre Stärken und weiß diese als Sozialpolitikerin ebenso einzusetzen wie zuvor als Biathletin. Insgesamt zwölf Goldmedaillen holte sie bei den Paralympics, ehe sie im November 2011 ihre Karriere beendete. Tuchfühlung zur Politik nahm sie bereits als aktive Sportlerin auf, setzte sich etwa für die Bewerbung Münchens für die Olympischen Spiele ein. 2012 trat sie der SPD bei, saß im Münchner Stadtrat, wurde von dem ehemaligen Bürgermeister Christian Ude (SPD) in das Wahlkampfteam zur Landtagswahl in Bayern vor fünf Jahren benannt. 2014 zog es sie nach Berlin, wo sie Behindertenbeauftragte der Bundesregierung wurde. Von diesem Posten trat sie nun zurück, um ihre neue Aufgabe beim VdK zu übernehmen.

Allem Anschein nach wird sie das Amt kämpferisch ausüben. Eindringlich fordert sie nämlich eine bessere Entlohnung in der Pflege und eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns. Im gleichen Zuge dringt sie auf eine Deckelung der Managergehälter: »Niemand kann mir erzählen, dass ein Vorstand das Hundertfache dessen leistet, was der Fräser am Fließband leistet.«

Apropos Bezahlung: Kritik gibt es an der Nominierung Benteles aus dem baden-württembergischen VdK-Landesverband. Der dortige Vorsitzende, Roland Sing, bemängelte die Honorarforderung Benteles. Ihm zufolge geht es um mehr als 100 000 Euro im Jahr. Das stelle die »gesamte ehrenamtliche Struktur des Verbandes infrage«, sagte Sing.

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