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Ärzteverbände verbreiteten zu hohe Zahl über Gewalt in Praxen

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Berlin. Die von Ärzteverbänden in der vergangenen Woche verbreiteten Zahlen über alltägliche körperliche Gewalt gegen Ärzte sind deutlich zu hoch gewesen. Sprecher des NAV-Virchow-Bunds und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bestätigten am Mittwoch auf Anfrage einen Bericht der Wochenzeitung »Zeit«, wonach es nur etwa ein Viertel der angegebenen Fälle gebe. Die Ärzteverbände hatten von 288 Gewaltfällen pro Arbeitstag berichtet, laut der Korrektur sind es tatsächlich 75 Fälle. Unter der Überschrift »Bedrückendes Thema: Gewalt in Praxen alltäglich« hatten der NAV-Virchow-Bund als Verband der niedergelassenen Ärzte und die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die sich auch als politische Interessenvertretung der Ärzte in Arztpraxen versteht, zum Ärztetag diese Daten veröffentlicht. Dabei seien die Zahlen zur alltäglichen Gewalt aber auf einer falschen Grundlage erhoben worden, bestätigte der Sprecher von NAV-Virchow-Bund die »Zeit«-Berichterstattung. Statt 17 Prozent der Befragten hatten demnach nur 4,3 Prozent im vergangenen Jahr Gewalt erlebt. Die Pressemitteilung verbanden die Verbände mit der politischen Forderung, Ärzte mit in den neuen Straftatbestand des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufzunehmen. Dieser umfasst zwar auch Rettungsdienstmitarbeiter, nicht aber Ärzte und medizinisches Personal. AFP/nd

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