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Zahl tatverdächtiger Zuwanderer ist rückläufig

Laut neuer Statistik zur »Kriminalität im Kontext von Zuwanderung« des BKA werden die meisten Migranten nicht straffällig

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Kriminalitätsstatistik: Zahl tatverdächtiger Zuwanderer ist rückläufig

Berlin. Aus dem aktuellen Lagebild »Kriminalität im Kontext von Zuwanderung« geht hervor, dass im vergangenen Jahr weniger Zuwanderer tatverdächtig waren als noch 2016. Zwar waren Flüchtlinge und Asylsuchende aus Syrien mit 35,5 Prozent die größte Gruppe, aber ihr Anteil an tatverdächtigen Zuwanderern lag bei lediglich 20 Prozent. Ähnlich verhielt es sich mit Flüchtlingen aus Irak.

Genau umgekehrt ist es mit Zuwanderern aus den Maghreb-Staaten, aus Serbien und aus Georgien. Obwohl 2017 nur 2,4 Prozent der Asylsuchenden aus Marokko, Algerien und Tunesien stammten, lag ihr Anteil an den Zuwanderern, die als Verdächtige ermittelt wurden, bei 9 Prozent.

Die Zahl der Zuwanderer, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, hat im vergangenen Jahr insgesamt leicht abgenommen. Bei der Polizei wurden im vergangenen Jahr bundesweit rund 167.000 Tatverdächtige aktenkundig - im Vorjahr waren es rund 174.000. Aktuell gehören zu dieser durch das Bundeskriminalamt erfassten Gruppe rund 1,3 Millionen Menschen. Zuwanderer im Sinne der Statistik sind Asylsuchende, anerkannte Geflüchtete, Menschen mit Duldungsstatus, sowie jene, die sich unerlaubt in Deutschland aufhalten.

Der Deliktschwerpunkt aller tatverdächtigen Zuwanderer lag mit etwa einem Drittel bei »Vermögens-und Fälschungsdelikten« gefolgt von »Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit« und Diebstahl. Von den Vermögens- und Fälschungsdelikten waren etwas über die Hälfte fehlende Fahrausweise.

Bei den aufgeklärten Sexualstraftaten registrierte die Polizei 2017 eine leichte Zunahme der Fälle, in denen Zuwanderer als Täter ermittelt wurden. Berücksichtigt man dabei Straftaten nicht, die vor der Reform des Sexualstrafrechts Ende 2016 unter dem Tatbestand der »Beleidigung auf sexueller Grundlage« erfasst worden waren, ergibt sich ein Anstieg von 3404 auf 3597 Fälle. Im Vergleich zu Zuwanderern anderer Nationalitäten stellte die Polizei bei der Gruppe der Tatverdächtigen aus Afghanistan und Pakistan - zwei Ländern mit rigider Sexualmoral - einen erhöhten Anteil von Straftaten in diesem Deliktbereich fest. Laut Statistik wurden im vergangenen Jahr zu knapp zwölf Prozent aller Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung Zuwanderer als Tatverdächtige ermittelt.

Da im selben Zeitraum auch die Gesamtzahl aller Tatverdächtigen - Deutsche und Nichtdeutsche - um 2,4 Prozent zurückging, lag der Anteil der tatverdächtigen Zuwanderer insgesamt etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Allerdings wurden 2017 erstmals auch anerkannte Flüchtlinge zur Gruppe der Zuwanderer gezählt. Von ihnen wurden im vergangenen Jahr 10.511 Straftaten begangen. Verstöße gegen das Ausländerrecht sind in dieser Auswertung generell nicht berücksichtigt. dpa/nd

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