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Beziehungspflege in Lichtenberg

Sogenannte Stadtteildialoge sollen Bürger, Politik und Verwaltung näher zusammenbringen

  • Von Maria Jordan
  • Lesedauer: 2 Min.

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»Es gibt großen Frust unter den Leuten hier«, sagt der Lichtenberger Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel (CDU). Baumaßnahmen, Schul- und Kitamangel und die teilweise rasanten Veränderungen in den Kiezen sorgten dafür, dass die »emotionale Lage« bei den Lichtenberger*innen nicht gut sei.

Als Maßnahme gegen diesen Verdruss planen Politik und Verwaltung daher ein aufwendiges Programm, zu dessen Vorstellung Bezirksbürgermeister Michael Grunst (LINKE) am Donnertag zu einem Pressegespräch eingeladen hatte. »Wir müssen eine breitere Bevölkerung ansprechen, als wir es bisher getan haben«, sagte Grunst. Zu den herkömmlichen Stadtteilkonferenzen kämen »nur die üblichen Verdächtigen«, berichtet eine Mitarbeiterin des Bezirks. Das seien »Menschen 50 plus, die Zeit und Lust haben«. Um den Dialog für alle Bewohner*innen des Bezirks zu öffnen, will man im Sommer mit sogenannten Stadtteildialogen beginnen.

Hinter diesem etwas dröge klingenden Namen verbirgt sich ein umfangreiches Programm. Damit will der Bezirk in fünf der insgesamt zehn Ortsteile von Lichtenberg jeweils drei Monate lang »passgenaue Angebote« Familien, Jugendliche und Senioren anlocken, um sie mit Vertretern von Politikern und Verwaltung in Kontakt zu bringen.

Konkret sind unter anderem Graffiti-Workshops, Kinderfeste und Senioren-Tanztees geplant - Bezirksbürgermeister und Lichtenberger Stadträt*innen immer mittendrin. Wie so ein Tanztee im Seniorenzentrum tatsächlich aussehen soll, weiß Michael Grunst selbst noch nicht. Trotzdem ist man im Rathaus Lichtenberg zuversichtlich, auf dem rechten Weg zu mehr Bürgernähe zu sein.

Ziel sei einerseits, die Bevölkerung über Angebote der Verwaltung zu informieren, anderseits die Bürger*innen zu mehr Teilhabe zu motivieren, so Grunst. Nebenbei lässt sich so das Verhältnis zur (potenziellen) Wähler*in stärken.

Auftakt der »Stadtteildialoge« ist der 1. Juni in Karlshorst. Am Weltkindertag soll im Stadtteilzentrum Ikarus ein Familienfest stattfinden. Anlocken sollen Kinderschminken und Märchenstunde, nebenbei soll dann der ersehnte Dialog zwischen Bürger*innen und Politiker*innen mit Hilfe eines Speeddatings zustande kommen, ganz nach dem Motto: Kommunikation ist der Schlüssel.

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