Werbung

Sieg mit vielen Makeln

Martin Ling zum Wahlausgang in Venezuela

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es ist ein Sieg mit vielen Makeln: Nicolás Maduro bleibt Venezuelas Präsident, aber mit gut 1,5 Millionen Stimmen weniger als 2013. Gerettet hat ihn die für das moderne Venezuela niedrige Wahlbeteiligung von 48 Prozent, bei seiner Wahl 2013 waren es noch 80 Prozent. Damals hatten die Venezolaner eine echte Wahl: Weiter auf dem von Hugo Chávez 1999 eingeschlagenen Kurs des bolivarianischen Sozialismus mit Maduro oder Hinwendung zum Neoliberalismus mit bestenfalls kosmetischer Sozialpolitik à la Henrique Capriles. Maduro gewann knapp.

2013 war der Petrosozialismus der Umverteilung von Öleinnahmen zugunsten der Subalternen schon aufgrund sinkender Einnahmen in einen Abwärtssog geraten. 2018 wurden Maduros echte Gegenpole, Leopoldo López und Capriles von der Wahl ausgeschlossen, was - Begründung hin oder her - die Auswahl und damit die Wahl abwertete.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung steht noch hinter Maduro. Diese zumeist Armen fürchten, ohne ihn noch mehr unter Hyperinflation und Versorgungsnöten zu leiden. Die absoluten Zahlen zeigen, dass Maduros Basis erodiert. Wenn er nicht schnell die tiefe Wirtschaftskrise und den gesellschaftlichen Zerfall zu stoppen vermag, fährt er Chávez’ Erbe endgültig an die Wand. Der Wahlsieg kann darüber nicht hinwegtäuschen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen