Werbung

NFL untersagt das Knien bei Hymne

US-Profiliga unterbindet Proteste

Atlanta. Spieler der nordamerikanischen Football-Profiliga NFL müssen künftig während des Abspielens der Nationalhymne stehen. Sollten sie als ein Zeichen des Protests knien, würden die Vereine bestraft, teilte NFL-Commissioner Roger Goodell am Mittwoch in Atlanta mit. Anders als bisher müssen die Spieler zur Hymne aber nicht mehr aufs Feld kommen, sie können stattdessen auch in der Kabine bleiben. Mit dieser Entscheidung zog die NFL die Konsequenz aus dem sogenannten Hymnenstreit.

Einige Football-Profis begrüßten die Entscheidung, andere reagierten empört: »Jeder verliert, wenn Stimmen mundtot gemacht werden«, twitterte Malcolm Jenkins von den Philadelphia Eagles. US-Präsident Donald Trump kritisierte erneut die Protestierer: »Diese Leute sollten nicht spielen, nicht anwesend sein, vielleicht nicht im Land sein«, sagte Trump bei Fox News. Was die Liga eine »ausgewogene Regelung« nannte, bejubelte sein Stellvertreter Mike Pence. »Ein Sieg für Amerika. Danke, NFL!«, twitterte der US-Vizepräsident. dpa/nd Kommentar Seite 4

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!