Werbung

Rettungsanker für Atom-Deal gesucht

Beratungen in Wien mit Iran

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Durchaus optimistisch ist die Teheraner Regierung in das von ihr initiierte »Atomtreffen« am Freitag in Wien gegangen. Dabei sollte ausgelotet werden, »ob und wie die Rechte Irans aus dem Atomabkommen auch nach dem Ausstieg der USA umgesetzt werden können«, so Außenminister Mohamed Dschawad Sarif. Er zeigte sich zuversichtlich, dass dies »zumindest nicht unmöglich« sei. Vertreten waren Spitzendiplomaten der Signatarstaaten China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland sowie Helga Schmid, Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Erstmals fanden die Beratungen der »Gemeinsamen Kommission« ohne die USA statt.

Teheran hat noch einmal für die beiderseitigen wirtschaftlichen Vorteile des Abkommens vom Sommer 2015 geworben. Zudem muss man Lösungen für ganz praktische Konsequenzen des US-Ausstiegs finden - etwa mit Blick auf den Umbau des Schwerwasserreaktors Arak und die Beschaffung von Teilen für das zivile iranische Nuklearprogramm. Der Vertrag sorgte dafür, dass Teheran im Gegenzug zur Aufhebung der Handels- und Finanzsanktionen alle Aktivitäten für den Bau einer eigenen Atombombe einstellt hat und bisherige Nuklearprojekte drastisch reduzierte.

Die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hatte am Vorabend des Treffens erneut bestätigt, dass sich Iran an den Atom-Deal hält - auch nach Washingtons Aufkündigung. Die Kontrollen zeigten, dass Teheran weiterhin die Beschränkungen für seine Atomanlagen beachte, die in dem Abkommen mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland festgeschrieben worden sind. Die Wiener Behörde wirbt in Teheran nachdrücklich dafür, sich weiter an die Verpflichtungen des Abkommen zu halten und sogar darüber hinauszugehen, um international noch stärker Vertrauen aufzubauen. So könne Teheran beispielsweise Inspekteure in Anlagen einladen, ohne dass diese zuvor selbst angefragt haben.

Während US-Außenminister Mike Pompeo den Europäern vorwarf, nichts gegen den Ausbau des iranischen Raketenprogramms unternommen zu haben, hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bei einem Gespräch mit seinem Moskauer Amtskollegen Wladimir Putin für »gemeinsame Initiativen« mit Russland bei der Lösung globaler Krisen wie die um das iranische Atomabkommen geworben. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich bei ihrem Staatsbesuch in China erneut für die Beibehaltung der Vereinbarung aus. Mit Agenturen

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen