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Angst vor Dopingkontrolleuren

Oliver Kern ärgern die viel zu kurzen Sperren im amerikanischen Baseball

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: 2 Min.

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Bis zu den Olympischen Spielen in Tokio sind es noch gut zwei Jahre. Die Japaner wollen auch Baseball sehen, also nahm das IOC den Sport wieder ins Programm. Die Major League Baseball (MLB) in den USA unterwirft sich dabei nicht den Regeln der Welt-Antidoping-Agentur WADA. Nur so lässt sich erklären, warum Wellington Castillo von den Chicago White Sox für Epo-Doping mit einer Sperre von nur 80 Spielen davonkommt. Für deutsche Fußballer würde das zwar der im WADA-Code vorgesehenen Mindestsperre von zwei Jahren entsprechen. MLB-Teams spielen aber zwischen März und Oktober 162 Partien. Castillo darf also schon im August wieder ran.

Die Gründe sind klar: Die Teams wollen nicht zu lange auf ertappte Stars verzichten und die Spieler nicht aufs Geld. Castillo sollte 2018 sechs Millionen Euro verdienen. Während der Sperre bekommt er aber kein Geld. Kein Wunder also, dass beide Seiten mit so kurzen Sperren gut leben können.

Die MLB hat angekündigt, die Saison 2020 nicht für Olympia zu unterbrechen. Man würde dabei zu viel Geld verlieren, hieß es offiziell. Der eigentliche Grund dürfte die Angst vor den von der WADA akkreditierten Kontrolleuren sein, denn deren Tests wären für eine Olympiateilnahme zwingend. Der aktuell größte Star heißt Shohei Otani, ein Japaner! Seine Fans werden ihn in Tokio wohl nicht sehen, denn seit März spielt er für die Los Angeles Angels.

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