Werbung

Herr der Gesichter

Gerhard Thieme ist tot

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Einst nahm er Bertolt Brecht die Totenmaske ab: Der Bildhauer Gerhard Thieme ist am Sonntag mit 90 Jahren in Berlin gestorben, wie seine Familie am Dienstag mitteilte. Vor allem in Berlin hinterlässt er zahlreiche Kunstwerke.

1928 im sächsischen Rüsdorf geboren, war Thieme mit der erzgebirgischen Tradition des Holzschnitzens aufgewachsen. Er studierte Kunst, zunächst in Dresden, später in Berlin-Weißensee. Von 1952 bis 1956 war er Meisterschüler bei Fritz Cremer an der Akademie der Künste in Ostberlin. Zusammen mit seinem Mentor Cremer nahm er 1956 dem berühmten Dramatiker Bertolt Brecht in dessen Sterbezimmer die Totenmaske ab. Erst im vergangenen Jahr war das sonst sorgsam gehütete Original für zehn Wochen im Brecht-Haus in Augsburg zu sehen. Insgesamt gehören zu Thiemes Werk mehr als 50 Totenmasken - unter anderem vom DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht, vom Komponisten Hanns Eisler sowie von der Tänzerin Gret Palucca. Für die DDR-Staats- und Parteiführung fertigte er zahlreiche Auszeichnungen und Gastgeschenke an.

In Berlin werden Bronzeplastiken wie die Tröpfelbrunnen »Kletternde Kinder« (Pankow) und »Berliner Typen« (Rathauspassagen) sowie der »Leierkastenmann« (Nikolaiviertel) an ihn erinnern. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen