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Runder Tisch für Geflüchtete

Gremium soll Wohnungen organisieren, um Heimunterbringung zu reduzieren

Für Geflüchtete ist es auch nach der Anerkennung als Asylbewerber unglaublich schwierig, eine eigene Wohnung zu finden. Selbst Zimmer in Wohngemeinschaften sind nahezu unerschwinglich und wie Wohnungen ebenfalls seit Langem äußerst knapp. Dabei ist klar, dass eine Unterbringung außerhalb von Notunterkünften und Heimstrukturen die Chancen für Integration und Teilhabe deutlich verbessert.

Um die Situation zu verbessern, hat der rot-rot-grüne Senat seit Montag einen Runden Tisch »Alternativen zur öffentlichen Unterbringung geflüchteter Menschen« eingerichtet. »Die zunehmend angespannte Situation auf dem Berliner Mietmarkt macht es Geflüchteten schwer, eine Wohnung zu finden«, erklärt Wohn-Staatssekretär Sebastian Scheel (LINKE) zum Auftakt der Expertenrunde. Mit am Tisch sitzen unter anderem die Wohnungsbaugesellschaften, die private Wohnungswirtschaft, Hilfs- und Freiwilligenorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Verbände sowie die zuständigen Stellen auf Senats- und Bezirksebene.

»Der eigenen Wohnung kommt eine Schlüsselrolle zu - einer Arbeit nachzugehen, eine Ausbildung zu machen oder einen Deutschkurs zu besuchen, fällt ungleich schwerer, wenn Geflüchtete in Unterkünften leben«, sagt Integrations-Staatssekretär Daniel Tietze (LINKE).

Auch für das Justizressort ist die Gleichbehandlung auf dem Wohnungsmarkt eine wesentliche Grundlage für Integration und Teilhabe. »Dies ist ein wichtiger Beitrag dazu, gemeinsam Verantwortung für diskriminierungsfreies Vermieten, Wohnen und Zusammenleben in Berlin zu übernehmen«, sagt Margit Gottstein (Grüne), die Staatssekretärin für Antidiskriminierung.

Ingesamt viermal will der Runde Tisch tagen, bis Ende des Jahres sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Perspektive der Betroffenen soll im Laufe des Diskussionsprozesses »eingespeist« werden, hieß es.

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