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Haidy Damm über eine Welt ohne Monsanto

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Ein Traktor fährt im März 2017 bei Göttingen über ein Feld und bringt Glyphosat aus.
Ein Traktor fährt im März 2017 bei Göttingen über ein Feld und bringt Glyphosat aus.

Der US-Konzern selbst hatte immer mal wieder darüber nachgedacht, den Kritikern seiner Geschäftspraktiken den Wind aus den Segeln zu nehmen und den Namen zu wechseln. Monsanto? War da was? Mit der Übernahme durch den Chemieriesen Bayer soll der Name Monsanto nun tatsächlich Geschichte sein. Ob damit auch die Geschäftspraktiken des US-Saatgutriesen verschwinden, wie Bayer-Chef Baumann ebenso verspricht wie »höchste Standards für Ethik und Verantwortung«, lässt sich erst später bewerten.

Gegenwärtig liegen andere Gefahren auf dem Tisch. Landwirte werden zukünftig weniger Auswahl haben und abhängiger sein von wenigen Konzernen. Das liegt zum einen daran, dass inzwischen drei Unternehmen rund 70 Prozent des Pestizid- und rund 60 Prozent des Saatgutmarktes beherrschen. Zum anderen werden Fusionen folgen, besonders im Bereich der digitalen Landwirtschaft. Damit erhalten Landwirte zukünftig nicht nur Saatgut und Pestizide aus einer Hand, die Daten, wann und wo sie welche Mittel spritzen sollen, gibt es gleich dazu. Fusionen mit Herstellern von Landmaschinen bahnen sich bereits an: all inclusive. Hinzu kommt, dass mit Bayer ein deutsches Unternehmen zum größten Hersteller gentechnisch veränderter Pflanzen geworden ist - der Druck auf Europa, seine überwiegend kritische Haltung aufzugeben, wird zunehmen. Das alles birgt Gefahren für Umwelt und Landwirte - unter welchem Namen auch immer.

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