Werbung

Peru zu Gast bei Freunden

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In Berlin leben Menschen aus aller Welt - von den 3,7 Millionen Einwohnern der Hauptstadt sind rund 700 000 Ausländer. In der Provinz werden gern Nachrichten gehört und geglaubt, denen zufolge das ein großes Problem sei. Darum hier eine Richtigstellung: Es kann so schön sein, nicht nur beim Karneval der Kulturen, sondern sogar anlässlich einer Fußball-WM. Und dies, obwohl der Nationalstolz während eines solchen Turniers gewöhnlich seltsame Blüten treibt und die Zahl rassistischer Gewalttaten steigt.

Aber es geht auch anders. Beweis: Am Wochenende herrscht in der Kleingartenanlage »Bornholm II« eine ausgezeichnete Stimmung. Zwar erstreckt sich 900 Meter entfernt die Dänenstraße, und in Berlin leben immerhin 3235 Dänen. Doch auf der grünen Wiese vor dem Vereinslokal haben sich Hunderte Peruaner eingefunden, um die Fernsehübertragung der Begegnung Dänemark-Peru gemeinsam zu verfolgen. Das ist beachtlich, da laut Bevölkerungsstatistik nur 1236 Peruaner in Berlin leben, darunter lediglich 44 Kinder und Jugendliche, die scheinbar vollzählig hier versammelt sind.

Der Sport ist bei diesem Fußballfest keine Männersache. Es sind Familien mit Frauen und Kindern gekommen, fast alle haben die weißen Trikots mit dem diagonalen roten Strich übergestreift. Es wird gegessen und geplaudert. Es wird fröhlich und friedlich gefeiert, auch nach dem Abpfiff, obwohl Peru das Spiel verloren hat. Die Fans sind einfach nur glücklich, dass Peru nach 36 Jahren überhaupt wieder einmal bei einer Fußball-WM dabei ist. Das ist ein schöner Anblick. Die Peruaner haben sich damit unter den Gartennachbarn viel Sympathie erworben. Es läuft getreu nach dem Motto der Fußball-WM 2006 in Deutschland: »Die Welt zu Gast bei Freunden.«

Der endgültige Beweis für die weltoffene Gastfreundschaft Berlins wäre allerdings erst erbracht, wenn die Mannschaften von Peru und Deutschland aufeinandertreffen - und sich die schönen Szenen dann wiederholen.

Aus dem nd-Shop
Ausgewechselt
Thriller Christoph, mit Leib und Seele Fußballer, hat bislang eine herausragende Saison gespielt. Dennoch wird er vom Trainer für das näc...
6.99 €

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen