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Obelisk auf der Flucht?

Streit in Kassel

Um den documenta-Obelisken des Künstlers Olu Oguibe in Kassel wird weiter gerungen. Das Stadtparlament entschied am Montagabend nicht abschließend über den Standort des Außenkunstwerks, sondern lediglich für den Ankauf mit der Spendensumme von über 126 000 Euro, wie Stadtsprecherin Petra Bohnenkamp informierte.

Oguibe selbst hatte ursprünglich darauf bestanden, seinen Obelisken auf dem Königsplatz zu belassen, wo er für die documenta 2017 aufgebaut worden war. Später machte er den Vorschlag, ihn vor das geplante documenta-Institut auf dem Holländischen Platz zu setzen. Dafür gab es aber keine Mehrheit der Stadtverordneten, die stattdessen eine Frist setzten: Der Obelisk solle abgebaut werden, falls es bis zum 30. Juni keine Einigung gibt.

Das Kunstwerk beschäftigt sich mit dem Thema Flucht. Auf den vier Seiten des Obelisken steht auf Arabisch, Deutsch, Englisch und Türkisch: »Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt«, ein Bibel-Zitat. dpa/nd

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