Werbung

Politthriller um die Zukunft des Internet

Moritz Wichmann ärgert sich darüber, dass Konservative bei der EU-Urheberrechtsreform gemeinsame Sache mit Rechtsradikalen machen

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das Ende der Memes und des freien Internet? So mobilisieren YouTuber gegen die EU-Copyright-Richtlinie und Uploadfilter.
Das Ende der Memes und des freien Internet? So mobilisieren YouTuber gegen die EU-Copyright-Richtlinie und Uploadfilter.

Rechtsradikale, die die Politikwünsche von Lobbyisten wie Springer-Chef Matthias Döpfner durchbringen, sowie CDU-Politiker, die von der eigenen Partei unter Druck gesetzt werden, »richtig« abzustimmen auf der einen, und Bürgerrechtler, Netzaktivisten, Wissenschaftler und Internetpioniere sowie Sozialdemokraten und linke Abgeordnete, die sich gegen den Abbau von Freiheitsrechten im Internet stemmen auf der anderen Seite - die Fronten und Figuren des Streits um die EU-Urheberrechtsreform könnten direkt aus einem finsteren Thriller über den Herrschaftsapparat EU stammen.

Im Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat sich die erste Gruppe bei der Abstimmung um Uploadfilter zur automatischen Kontrolle von Nutzerbeiträgen im Internet und der Linksteuer für große Medienunternehmen durchgesetzt, vorerst. Denn bei der Anfang Juli folgenden Abstimmung der Copyright-Richtlinie im EU-Parlament könnten die Gegner das Ruder noch herumreißen.

Weil Sozialdemokraten, Linke und Grüne dort aber die Minderheit der Abgeordneten stellen, müssen Abweichler aus dem rechten Lager gefunden werden. Ein Ziel der Gegenkampagne könnten liberale Abgeordnete und rechte Europaskeptiker sein. Schließlich betonen die sonst oft, gegen Zensur und die Übermacht großer Medienverlage zu sein. Zeit, sie beim Wort zu nehmen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen