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Hochsaison im Nordosten beginnt

Verstärkte Anreise zum Ferienstart in drei Ländern

  • Von Joachim Mangler, Rostock
  • Lesedauer: 3 Min.

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Mit dem Beginn der Sommerferien im Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen beginnt in Mecklenburg-Vorpommern die Hochsaison für den Tourismus im Land. »Die Branche ist bereit«, sagt der Sprecher des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Dabei gehen die Hoffnungen in erster Linie in Richtung Wetter, das im vergangenen Sommer vielen Anbietern die Kalkulationen verdorben hat. Insgesamt sank die Zahl der Übernachtungen um knapp zwei Prozent auf 28,8 Millionen.

Zwar war schon im vergangenen Jahr die Rede davon, dass hinter dieser Entwicklung auch strukturelle Probleme stecken. Aber der überproportionale Rückgang um rund acht Prozent bei den wetteranfälligen Campingplätzen macht die Bedeutung dieser äußeren Bedingungen deutlich.

Mit den drei Bundesländern, die in die Ferien starten, ist noch nicht der ganz große Ansturm zu erwarten, betont Woitendorf. Der ist Anfang Juli angesagt, wenn etwa Sachsen oder Thüringen in die Ferien gehen oder dann in der zweiten Juli-Woche, wenn für Mecklenburg-Vorpommern selbst die Ferienzeit beginnt.

»Auf den gut 200 Campingplätzen im Land ist die Vorbuchungslage schon gut«, erklärt der Vorstand des Landesverbands der Campingwirtschaft, Gerd Scharmberg. Es gebe noch Restplätze und ausreichend Kapazitäten für Kurzentschlossene. Dabei bieten die Betreiber inzwischen wesentlich mehr als nur einen Platz für das Zelt, den Wohnwagen oder das Wohnmobil. Neben Festen und Konzerten wird auch Public Viewing zur Fußball-WM angeboten.

Nach einem »sehr erfreulichen ersten Halbjahr mit deutlich gesteigerten Buchungszahlen« hoffen auch die 16 Jugendherbergen auf einen »geilen Sommer«, wie Kai-Michael Stybel, Vorstand des DJH-Landesverbands, sagt. Er verweist auf die zahlreichen Angebote, die die Herbergen für die meist jugendlichen Gäste, aber auch für Familien bereithalten. Das Besondere sei, dass an mehreren Standorten an Ostsee und Seenplatte Outdoor-Fans unter der DJH-Flagge auch ihre Zelte aufschlagen können. Dabei gelten die gleichen Bedingungen wie für die Herbergsgäste: Sie können von Frühstück bis Vollpension buchen und darüber hinaus alle Räumlichkeiten wie Bistro und Spielezimmer sowie Freizeitangebote der Jugendherbergen nutzen.

Unter besonderer Beobachtung sind in diesem Jahr die Staulagen. Das spektakuläre Loch auf der A20 bei Tribsees - das inzwischen kein Loch mehr, sondern eine Großbaustelle ist - hat die Aufmerksamkeit für Staus auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen geschärft. Die Baustelle wird für längere Zeit bleiben, Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hat jedoch noch für dieses Jahr die Fertigstellung der Behelfsbrücke zugesagt.

Pegels Sprecherin wies darauf hin, dass die Umleitungen gut ausgeschildert seien. Zudem gebe es gute Nachrichten von der Dauerbaustelle der vergangenen Jahre, der Petersdorfer Brücke auf der A19. »Sie wird von Anfang Juli an vierspurig befahrbar sein.« An den Dauerproblemen etwa bei den Inselzufahrten wird sich allerdings so schnell nichts ändern. dpa/nd

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