Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Zurück auf Start

Nach dem Brexit ist vor der EU, findet Samuela Nickel

  • Von Samuela Nickel
  • Lesedauer: 1 Min.

Ab dem Herbst dürfen sich die knapp vier Millionen in Großbritannien lebenden Menschen aus dem EU-Ausland um eine Aufenthaltsgenehmigung bewerben. Die »Bewerber« dürfen vorher nicht schwer straffällig geworden sein, wer seit mehr als fünf Jahren in Großbritannien lebt, erhält eine Aufenthaltserlaubnis, für alle anderen gibt es zunächst eine fünfjährige Bleibeberechtigung. Nach dem Brexit 2019 müssen sich alle bei der Einreise registrieren lassen, ab 2020 soll dann laut dem britischen Innenminister Sajid Javid Schluss sein mit der Einwanderung von EU-Bürgern.

Nach Jahren der illegalisierten Arbeit auf den Erdbeerfeldern, in den Fabriken und Schlachthöfen Großbritanniens wurde es mit der EU-Osterweiterung vielen Menschen aus Polen, Rumänien oder Bulgarien endlich ermöglicht, legal auf den britischen Inseln zu arbeiten und auch ihre Arbeitsrechte einzufordern. Was die Politiker Großbritanniens, die den EU-Austritt verhandelt haben, nicht zu verstehen scheinen: Solange die wirtschaftlichen Verhältnisse in Europa ungleich bleiben und größtenteils nur die Länder im Nordwesten von diesem wirtschaftlichen System profitieren, werden EU-Exits nicht die innerkontinentalen Migrationsbewegungen unterbinden können. Stattdessen treibt der Brexit aber wieder Millionen von Menschen in Großbritannien zurück in die Illegalität.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln