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Feindliche Brüder

Für das Verhältnis von Marxismus und Anarchismus ist das Bild »feindlicher Brüder« typisch. Es markiert Abgrenzung sowie Nähe, Verwandtschaft und Konflikt. Marx galt der Anarchismus als »Kinderkrankheit« der Arbeiterbewegung. Die Auseinandersetzung damit diente ihm der theoretischen und politischen Selbstverständigung. Ebenso setzten sich aber auch Anarchist*innen immer wieder mit Marx auseinander und verteidigten dessen Werk gegen den orthodoxen Marxismus. Die Kontroverse erhält durch Ansätze wie den der Commons-Bewegung neue Impulse.

Eine Veranstaltung des Vereins Helle Panke geht dem historischen Verhältnis von Marxismus und Anarchismus nach, um dann nach aktuellen Perspektiven zu fragen: Was ist aus dem Verhältnis der »feindlichen Brüder« zu lernen? Kommen marxistische und anarchistische Linke (wieder) zusammen oder trennen sie sich weiterhin an den alten und/oder neuen Konfliktlinien? Der Autor und Herausgeber Philippe Kellermann diskutiert diese Fragen mit Ulrich Busch von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. nd

Die Veranstaltung findet am kommenden Freitag, den 29. Juni, in den Räumen der Hellen Panke in der Kopenhagener Straße 9 in 10437 Berlin statt (19 Uhr, Unkostenbeitrag 2 €).

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