Werbung

SPD-Berater: Anspruch als Volkspartei aufgeben

  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Angesichts ihres anhaltend schwachen Rückhalts bei den Wählern sollte sich die SPD nach Ansicht eines Beraters nicht mehr als Volkspartei verstehen und ihre Strategie radikal ändern. »Die SPD muss sich von ihrem Anspruch verabschieden, Volkspartei zu sein«, sagte der Politologe Wolfgang Merkel, der der SPD-Grundwertekommission angehört, dem Berliner »Tagesspiegel« am Dienstag. Andernfalls werde sie »dauerhaft weit unter 20 Prozent bleiben«.

In ihrer dramatischen Lage könne sich die SPD »keine programmatischen Unschärfen mehr leisten, wie sie echten Volksparteien zu eigen sind«, erklärte der Demokratieforscher vom Wissenschaftszentrum Berlin. Sie müsse sich auf eine kleinere Klientel konzentrieren und dafür »die Politik des Sowohl-als-auch und des Weder-Noch aufgeben«. In Wahrheit sei die SPD schon jetzt »keine echte Volkspartei mehr, weder von ihrer Sozialstruktur her noch, indem sie bestimmte Milieus dominiert«.

Die SPD hatte bei den vergangenen drei Bundestagswahlen jeweils äußert schwach abgeschnitten, im vergangenen Jahr mit 20,5 Prozent. In Umfragen liegt sie seitdem größtenteils noch deutlich darunter, teilweise nur bei 16 Prozent. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen