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Vor fünf Jahren hat die türkische Fotografin Eylül Aslan (28) ihre Heimat Istanbul verlassen. Seither lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihr neuestes Fotoprojekt setzt sich mit »Trompe-l’œil«, also der visuellen Täuschung bei Online-Dates, auseinander. Über Tinder hatte Aslan 20 Männer gesucht, sie getroffen und gefragt, was diese am Körper der Künstlerin und an sich selbst mögen und was nicht. Doppelkinn nein, Bauch ja - diese Details hat die 28-Jährige fotografiert und gegenübergestellt. Sie fotografiert vor allem einzelne Körperteile. Die größte Überraschung für die Fotografin: »Ich habe immer gehört, dass die Leute meine Augen so schön finden, aber fast niemand hat sie hier als hübsch eingeordnet.«

Aslan zeigt in ihren Fotografien, wie oberflächlich die Selbstinszenierungen auf Dating-Plattformen sein können. »Es tut mir leid, dass so viele junge Leute unter dem Druck stehen, perfekt zu sein. In Wirklichkeit gibt es doch so eine Perfektion gar nicht. Schönheit ist subjektiv. Was für den einen attraktiv ist, ist für den anderen hässlich«, sagt Aslan.

Zwölf von Aslans hoch sensiblen Fotos sind ab nächsten Samstag (7. Juli) in Bremen zu sehen. Die Ausstellung »What is Love? Von Amor bis Tinder« der Kunsthalle Bremen zeigt mehr als 40 Kunstwerke zum Thema Eros, Narzissmus und Online-Dating.

Hin und wieder wird Aslan als feministische Fotografin bezeichnet. Allerdings möchte sie nicht nur dafür bekannt sein. Viel lieber wäre sie einfach als das bekannt, was sie ist: eine Künstlerin, die Körperteile fotografiert. dpa/nd

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