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Ulrike Draesner

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In diesen Tagen sind es vor allem Männer, die als Poetikdozenten von sich reden machen. Maxim Biller hat gerade in Heidelberg die deutschsprachige Literatur entsorgt und dabei neben zahlreichen persönlichen Abneigungen (Trump, Heidegger, Marx, Sanders, Corbyn, Grass, Fassbinder, Walser) auch offenbart, wen er neben Maxim Biller für anbetungswürdig hält: Kurt Tucholsky, Oliver Polak - und Christian Kracht, der kurz zuvor ebenfalls als Poetikdozent einigen Wirbel verursachte. In einem Frankfurter Hörsaal, in dem er eigentlich von seinem Werk berichten sollte, teilte Kracht mit, ihm sei kürzlich eingefallen, dass er als kleiner Junge sexuell missbraucht wurde.

Ulrike Draesner verweigerte sich diesem aufmerksamkeitsökonomischen Gehabe, als sie 2016/17 ihre Poetikvorlesungen in Frankfurt hielt. In ihren jetzt unter dem Titel »Grammatik der Gespenster« erschienenen Vorträgen liefert sie keine Aufreger und keine letztgültig sein sollenden Antworten. Sie stellt Fragen, denen sich Schriftsteller ausgesetzt sehen: Wie entstehen Einfälle, und was machen wir daraus? Wie kann die Literatur auf den Schmerz der Welt reagieren? cba

Ulrike Draesner: Grammatik der Gespenster. Frankfurter Poetikvorlesungen. Reclam, 200 S., geb., 20 €.

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