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Trumps Leugner

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Hört man Scott Pruitt, dann war sein Dienst in Donald Trumps Administration Gottes Vorsehung. Tatsächlich sind er und der US-Präsident Brüder im Geiste. Und lange hielt Trump auch seine Hand über einen Direktor der mächtigen Umweltbehörde EPA, der den Klimawandel leugnet. Doch am Ende trieb es der 51-Jährige mit seinen Skandalen um verschleuderte Steuergelder und schamlosen Amtsmissbrauch dann doch zu weit und musste zurücktreten. Dennoch lobte ihn der Präsident jetzt für einen »herausragenden Job« und schrieb auf Twitter: »Ich werde ihm dafür immer dankbar sein.« Mit Pruitt hatte Trump den Bock zum Gärtner gemacht.

Der Anwalt aus Oklahoma war Kohle-Lobbyist und trieb mit Ölgeldern in der Wahlkampfkasse seine politische Karriere voran. Schon als Generalstaatsanwalt des Bundesstaates war er einer der republikanischen Vorreiter im Kampf gegen die Umwelt- und Klimaschutzkonzepte von Präsident Barack Obama - etwa gegen Grenzwerte für die Luftverschmutzung in Nationalparks, bei Methanlecks in der Erdgasförderung oder bei Quecksilber- und Arsenemissionen von Kohlekraftwerken. Selbst den Schutzstatus einer bedrohten Präriehuhnart wollte er kippen, weil dieser die Öl- und Gasförderung gefährde. 13 mal klagte Pruitt zwischen 2011 und 2016 gegen die EPA - die beste Empfehlung für Trump, um ihn zum neuen Chef der Environmental Protection Agency zu machen.

Und er enttäuschte den Präsidenten nicht, traf sich fast täglich mit Managern und Lobbyisten von Industriekonzernen, liquidierte Obamas Plan für die deutliche Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes, drängte auf den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Doch Pruitt missbrauchte sein Amt auch fortgesetzt für ungebührliche Privilegien. Überteuert Reisen, Luxus-Wohnen zum Spottpreis dank Lobbyistenhilfe, Mitarbeiter als private Handlanger, nepotistische Gehaltssprünge für Freunde: Die ständigen Schlagzeilen über seine Selbstbedienungsmentalität wurden im Wahljahr 2018 schließlich auch Trump zu viel.

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