• Berlin
  • Gesichtserkennung am Südkreuz

Die Black Box wird abgeschaltet

Im Juli endet das Projekt zur Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz in Berlin

  • Von Christian Meyer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Das Ziel des Projektes ist es offenbar, die Menschen an neue Überwachungstechnik zu gewöhnen, ohne sie über die individuellen und gesellschaftlichen Folgen aufzuklären«, sagt Niklas Schrader, der für die LINKE im Abgeordnetenhaus sitzt. Die Testphase zur automatisierten Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz soll nach einem Jahr Laufzeit in diesem Juli enden. Drei Kameras filmen den Eingangsbereich und eine Treppenpassage, im Hintergrund vergleichen Computerprogramme die Gesichter der Passant*innen mit gespeicherten biometrischen Porträts. Getestet werden drei Systeme von unterschiedlichen Herstellern. Spezielle Kameras wurden hingegen nicht installiert, sondern auf vorhandene zurückgegriffen. Das bedeutet auch, dass sich die Gesichtserkennung ohne großen Aufwand auf den gesamten Bahnhof ausweiten ließe. Initiiert wurde das Projekt Bundespolizei, Bundeskriminalamt (BKA), Bundesinnenministerium (BMI) und Deutscher Bahn.

300 Persone...


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