Werbung

Dienstpistolen der Polizei untauglich

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

24 000 neue Dienstpistolen hatte die Senatsinnenverwaltung im Dezember beim Waffenhersteller Heckler & Koch bestellt. Nach einem Bericht der »Bild am Sonntag« soll die Polizei erste Testwaffen nun heftig kritisiert haben. Ausbilder hätten »herausfallende Magazine« festgestellt und die Treffsicherheit bemängelt, hieß es in der Zeitung.

37 Jahre lang hatte die Berliner Polizei das Modell vom Typ SIG Sauer im Holster geführt, schreibt die »Berliner Zeitung«. Im Dezember hatte die Senatsinnenverwaltung nun den SFP 9 in Auftrag gegeben. Die 24 000 neuen Waffen sollten ab Juli sukzessive in den Umlauf gebracht werden.

Für Benjamin Jendro von der Berliner Gewerkschaft der Polizei ist das Problem ein Stück weit hausgemacht. Das Modell sei in anderen Bundesländern bereits erfolgreich im Einsatz. Die Berliner Polizei habe sich aber für eine »Abweichung vom Standardmodell« entschieden. Während sich der Magazinauswurf normalerweise am Abzug befinde, habe Berlin den Auswurf am Griffstück haben wollen - so wie bei der bisherigen Dienstwaffe. »Die Frage muss erlaubt sein, ob das notwendig war. Wir trauen unseren Kollegen durchaus zu, einen neuen Hebel betätigen zu können«, so Jendro zum »nd«. Dass eine neue Waffe erst getestet werden muss, sei logisch - und man habe bei den Extrawünschen damit rechnen müssen, dass noch Anpassungen notwendig sein könnten. Grundsätzlich begrüßte Jendro, dass die Berliner Polizei nun endlich neue Waffen bekommen wird.

Martin Pallgen, Sprecher der Innenverwaltung, widerspricht der Auffassung, die Pistolen seien »untauglich«. Zu den Behauptungen wollte er sich nicht näher äußern. Die erste Tranche sei einer Qualitätsprüfung unterzogen worden. »Zu den Ergebnissen steht die Polizei mit dem Vertragspartner in engem und stetigem Austausch.«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen