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Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) haben Polen 124 ethnografische Objekte und 14 historische Fotografien zurückgegeben. Damit sind nach 78 Jahren einige der letzten Teile der einst umfangreichen Sammlung des Museums für Archäologie und Ethnologie in Lodz zurückgekehrt. »Mit der Übergabe wollen wir ein kleines Stück des Unrechts wiedergutmachen, das Deutsche während der NS-Zeit in Polen verübt haben«, erklärte Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Dienstag in Dresden.

Das Konvolut war 2017 im Zuge der Provenienzrecherchen von deutschen und polnischen Wissenschaftlern im zu den SKD gehörenden Grassi-Museum für Völkerkunde Leipzig identifiziert worden. Die Rückgabe erfolgte Mitte Juni. Die Sammlung ethnografischer Objekte war nach der Besetzung Polens aus dem von einem Deutschen geleiteten Lodzer Museum in das Leipziger Völkerkundemuseum gelangt. Große Teile waren später dann an Museen in Hamburg, Köln und Göttingen verkauft worden. 1967 wurden 300 Objekte aus Leipzig zurückgegeben, 330 Objekte aus Göttingen folgten 2016. Im Zuge dessen bat das polnische Kulturministerium das Grassi-Museum, zu prüfen, ob es dort noch Restbestände der Lodzer Sammlung gibt. dpa/nd

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