Werbung

Mammutaufgabe Hochschulgebäude

Der Sanierungsstau an den Universitäten ist enorm: Nach einer Studie beträgt er insgesamt 3,2 Milliarden Euro

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Schadstoffe raus, neue Gebäudetechnik rein, Fenster tauschen oder Brandschutzmängel beheben: Für Sanierungen an den elf staatlichen Hochschulen sind zusätzlich zu bereits eingeplanten Landesmitteln 2,3 Milliarden Euro nötig. Bei einem Zeitraum von 15 Jahren bedeutet das einen Mehraufwand von 156 Millionen Euro jährlich, wie aus einem am Wochenanfang veröffentlichten Gutachten im Auftrag der Hochschulen hervorgeht.

Besonders aufwendig werden demnach die Sanierungen an der Freien Universität mit 810 Millionen und an der Technischen Universität mit 757 Millionen Euro. Beide Unis haben jeweils mehr als 30 000 Studenten. Doch auch an den Fachhochschulen und den künstlerischen Hochschulen geht es meist um zwei- oder dreistellige Millionenbeträge. Insgesamt beziffern die Gutachter - sie bezogen den Zustand von rund 460 Gebäuden ein - den Sanierungsbedarf auf 3,2 Milliarden Euro.

Ein Drittel dieser Summe ist laut Senatskanzlei über den bestehenden Investitionsplan abgedeckt. Dieser soll in den kommenden Jahren sukzessive aufgestockt werden, wie Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach (SPD) sagte, ohne Details zu nennen. Er könne den Haushaltsverhandlungen nicht vorgreifen. Zusätzliche Mittel sollen etwa aus dem milliardenschweren Investitionsfonds Siwana kommen. Und auch Fördermittel des Bundes wolle man beantragen - wobei Berlin »kein Sonderfall« unter den Bundesländern sei, sagte Krach. »Man wird im Land Berlin nicht alles mit einem Schlag aufholen können«, schränkte Krach ein. Es werde eine Gesamtstrategie geben. Erst einmal sollen nun die Hochschulen festlegen, welche Vorhaben sie wann angehen wollen. Von politischer Seite will man die Weichen so stellen, dass »zügig und unbürokratisch« gebaut werden kann - zum Beispiel, indem die Hochschulen auch bei größeren Vorhaben selbst die Bauherrenschaft übernehmen. Grundsätzlich soll es etwa mehr Personal an Hochschulen und in der Senatsverwaltung sowie weniger Prüfschritte für die Planungsunterlagen geben.

Der Abbau des Sanierungsstaus soll nach dem Willen Krachs auch nicht auf Kosten von Neubauprojekten gehen. »Und wir werden ebenfalls weiterhin Investitionen für Neubaumaßnahmen tätigen, um auch so den Ansprüchen modernster Forschung und Lehre gerecht zu werden«, erklärte er. Nicht zu vergessen: Auch an die Charité, die nicht Teil des Gutachtens war, werden künftig hohe Summen fließen müssen.

Die Mittel für Investitionen an Hochschulen waren in den vergangenen Jahren bereits erhöht worden. Damit gebe es jetzt zwar eine Trendumkehr, aber immer noch viel Arbeit, sagte Krach. »Es ist ambitioniert, das gebe ich zu.« dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen