Werbung

Google in die öffentliche Hand

Simon Poelchau über die EU-Strafe für den Internetriesen

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mit ihrer Rekordstrafe für Google hat die EU-Kommission nur eins bewiesen: dass sie nicht versteht, wie die digitale Ökonomie funktioniert. Natürlich ist Google mit Android bei Betriebssystemen für Smartphones fast ein Monopolist und natürlich ist das ein Problem.

Aber was macht der Internetriese? Er stellt den Smartphone-Herstellern sein Android kostenlos zur Verfügung. Im Gegenzug müssen diese die Google-Suchmaschine Chrome und einige weitere Apps installieren. Die Hersteller sind diesen Deal offenbar gerne eingegangen. Denn ihre Alternative wäre gewesen, Milliarden für die Entwicklung einer ähnlichen Software auszugeben. Und die Kunden stecken im sogenannten Lock-In-Effekt fest. Weil alle es benutzen und man es nicht anders kennt, kauft man sich eben auch ein Android-Handy und »googelt« mal eben, was man wissen muss. Außerdem ist den meisten die Installierung und Verwendung eines alternativen Betriebssystems zu kompliziert. So wird die Milliardenstrafe, die Google letztlich aus der Portokasse bezahlen wird, nichts am Geschäftsmodell ändern. Wollte Brüssel wirklich etwas gegen die Vormacht des Konzerns machen, so müsste es sich für die Vergesellschaftung von Google stark machen.

Zugegebenermaßen klingt das etwas utopisch heutzutage. Es gab aber mal Zeiten, da waren Güter der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Kontrolle der öffentlichen Hand. Und eine ordentliche Suchmaschine ist in digitalen Zeiten definitiv ein solches Gut.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen