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Ausgerechnet Griechenland

Medikamente aus dem kaputt gesparten Land wurden offenbar hierzulande verkauft

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Berlin. Krebsmedikamente, die in Griechenland gestohlen worden sein sollen und deren Wirksamkeit unklar ist, sind auch in Berlin und weiteren Bundesländern vertrieben worden. Eine Überprüfung habe ergeben, dass unter anderem eine Apotheke in der Hauptstadt mit Medikamenten beliefert worden sei, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

Aus Sicht des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Wolfgang Albers (Linkspartei), muss nun festgestellt werden, was überhaupt passiert ist, und ob es sich um gestohlene oder gefälschte Medikamente handelt. Dass im armen Griechenland offenbar Krebsmittel entwendet und durch Hehlerei vertrieben werden, bezeichnete Albers gegenüber »nd« als »Skandal und Verbrechen«, das allerdings in Griechenland verfolgt werden müsse. Sollten Medikamente verfälscht worden sein, wäre das auch hierzulande ein »Riesenskandal«.

Bereits am Donnerstag hatte das ARD-Magazin »Kontraste« berichtet, dass in Griechenland von 2013 bis Anfang 2017 teure Krebsmedikamente aus Krankenhausapotheken gestohlen und durch Kriminelle illegal nach Deutschland exportiert worden seien. Ein Brandenburger Pharmahändler hat die Medikamente offenbar vertrieben. Der Firma wurde am Freitag per Bescheid von der Gesundheitsministerin von Brandenburg, Diana Golze (Linkspartei), die Betriebserlaubnis entzogen. Die Ministerin kündigte darüber hinaus eine Task Force zur Aufklärung an. Gegen einen ihrer Mitarbeiter wurde Strafanzeige erstattet.

Dass die Arznei offenbar ausgerechnet in Griechenland gestohlen wurde, ist bitter. Das dortige Gesundheitssystem ist durch Kürzungsauflagen der Troika ruiniert worden. Es fehlen medizinische Geräten und Medikamente. Millionen Bürgerinnen und Bürger verloren ihre Krankenversicherung. nd Seite 14

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