Ahnung einer düsteren Zeitenwende

Ein Bildband dokumentiert Leben und Werk der großen Lotte Laserstein

  • Von Sabine Kebir
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mehr als die wöchentliche Klavierstunde bei Frau D. regte mich ein Gemälde an, dem ich, wenn ich in die Tasten griff, den Rücken kehren musste. In den Minuten zuvor und danach habe ich es aber zwischen 1957 und 1964 fasziniert betrachtet. Es stellte eine sitzende Gruppe dar, zwei Frauen, zwei Männer, die ebenso traurig vor sich hin blickten wie mir früh pubertierendem Mädchen zumute war. Weder die neusachliche Maltechnik noch diese Melancholie kannte ich aus der DDR-Kunst. Obwohl die Menschen modern wirkten - die Frauen trugen kurze Haare - war klar, dass das Bild schon einige Jahrzehnte alt war, wohl ein Familienerbstück.

Die ganzen sieben Jahre wurmte mich, dass das Bild niemals mir gehören würde. Ich vertraute Frau D. aber an, wie nah es mir ging. Noch heute sehe ich die vier Gesichter vor mir und die delikat gemalten Kleider der Frauen - eins aus rot-orangenem Samt, das andere aus grüner Seide.

Vom Donner gerührt war ich,...

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