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Mieterverein: Sozialer Neubau kaum möglich

Geschäftsführer sieht Preisanstieg mit Besorgnis

So unterschiedlich sind Sichtweisen. Während sich Wohn-Staatssekretär Sebastian Scheel (LINKE) durch den neuen Immobilienmarktbericht 2017/2018 in der Strategie des Senats zum Milieuschutz bestätigt sieht, stuft der Berliner Mieterverein den neuen Bericht als deutlich besorgniserregender ein.

»Der Bericht ist eine Bankrotterklärung an die soziale Stadtentwicklung«, kritisierte der Geschäftsführer des Mietervereins, Reiner Wild. Besorgniserregend sei vor allem der Preisanstieg beim Handel mit Mietwohnhäusern, bei vermieteten Eigentumswohnungen und bei unbebauten Grundstücken, so Wild.

Diese Tendenzen gehen aus dem Bericht hervor, der von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte erstellt wird. Datenbasis für die Studie sind alle in Berlin notariell beurkundeten Immobilienverkäufe des laufenden und des vergangenen Jahres.

Große Sorge bereitet dem Mieterverein auch der starke Anstieg um 25 Prozent bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen (»nd« berichtete). Diese würden trotz der Genehmigungsvorbehalte, die in den Milieuschutzgebieten gelten, durchgeführt, hieß es. Die Folgen, die Wild auf die Mieter zukommen sieht, sind weitere Eigenbedarfskündigungen und massive Mietsteigerungen in diesen Objekten. »Für die Errichtung neuer Wohnungen spiegelt der Rückgang der Kauffälle um zwölf Prozent bei einem Anstieg des Geldumsatzes von 33 Prozent die besondere Dramatik wider«, sagte Wild. Bei diesen Preisen für unbebaute Grundstücke sei kaum noch sozialer oder preisgünstiger Wohnungsbau möglich.

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