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Zweierlei Maß

Simon Poelchau über den Widerstand der Bundesregierung gegen chinesische Pläne, bei deutschen Firmen einzusteigen

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

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Chinesisches Geld ist offenbar nicht mehr willkommen hierzulande. Nachdem die Bundesregierung am Donnerstag die Übernahme eines deutschen Maschinenbauers durch Fernost untersagte, sprang nun auch die staatliche Förderbank KfW ein, damit chinesische Investoren bei dem Netzanbieter 50 Hertz nicht zum Zuge kommen.

Natürlich ist ein Maschinenbauer mit 200 Angestellten etwas anderes als einer der vier großen Netzbetreiber hierzulande. Im ersten Fall fragt man sich, was die Aufregung soll, während die Entscheidung im zweiten Fall durchaus nachvollziehbar ist. Schließlich gehören die wichtigsten Stromleitungen des Landes durchaus zu den wichtigsten Bestandteilen der öffentlichen Daseinsfürsorge. Dass ein Staat da den Einfluss von außerhalb kontrollieren will, ist also durchaus berechtigt. Doch misst die Bundesregierung mal wieder mit zweierlei Maß. Nicht nur, weil bei 50 Hertz eh schon ausländische Investoren die Finger mit im Spiel haben und offenbar nur chinesisches Geld nicht willkommen ist. Sondern auch, weil Berlin nichts dagegen hatte, dass Athen einen Großteil seiner Infrastruktur privatisieren und an ausländische Investoren verscherbeln musste. Doch damals waren ja auch deutsche Firmen in Hellas auf Shoppingtour.

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