Werbung

Kampf gegen die entmischte Stadt

Nicolas Šustr über Bodenspekulation und Flächennutzung

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In den wachsenden Städten der Bundesrepublik ist ein Kampf um Bauflächen entbrannt. Dabei fällt der Blick sehr oft auf Industrie- und Gewerbeareale. Investoren gefallen die im Vergleich zu Büro- und Wohnungsbaustandorten günstigen Preise mit entsprechenden Wertsteigerungspotenzialen bei Umwandlung. Auch so manchem Politiker gefällt die scheinbar einfache Lösung, statt irgendwelcher Autowerkstätten ein schickes Wohngebiet oder den Bürostandort der Zukunft zu etablieren. Normalerweise wird der Widerstand der Bürger deutlich geringer ausfallen, als wenn zwischen bestehende Wohnblöcke noch weitere gequetscht werden sollen.

Für Handwerker, Manufakturen und kleine Unternehmen wird die Lage jedoch bedrohlich. Sie sind oft auf zentrale Standorte angewiesen, können jedoch die sich im Rahmen der Spekulation ergebenden Preise nicht mehr bezahlen. Außerdem widerspricht diese Entwicklung dem Ziel der gemischten Stadt der kurzen Wege, der Kombination aus Wohnen und Arbeiten. In Berlin wird dies wegen der dort noch oft vorhanden Gewerbehöfe auch Kreuzberger Mischung genannt. In einem Beschluss appellieren die Bürgermeister der zwölf Hauptstadtbezirke für den Schutz. Um den zu gewährleisten, bräuchte es eine neue Bodenpolitik auf Bundesebene. Diese Ressource ist kein Handelsgut wie jedes andere.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Das Blättchen Heft 19/18