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Wagenknechts Projekt nimmt Gestalt an

Interessenten können sich auf Plattform registrieren

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: 3 Min.

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Die von Sahra Wagenknecht angekündigte linke Sammlungsbewegung wird den Namen »Aufstehen« tragen. Gegenüber »nd« bestätigte die Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Caroline Heptner, eine entsprechende Information des »Spiegel«. Die geplante Allianz für eine Stärkung des Mitte-links-Spektrums in Deutschland hält die interessierte Öffentlichkeit bereits vor ihrem Start in Atem. Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bundestag, hatte jüngst im Newsletter »Team Sahra« bekannt gegeben, dass die Sammlungsbewegung am 4. September offiziell ins Leben gerufen werde. Der »Spiegel« berichtet nun, die Website der Bewegung solle bereits an diesem Sonnabend online gehen.

Wie Heptner gegenüber »nd« erklärte, bleibe es beim offiziellen Starttermin auch für die Online-Plattform am 4. September. Von nun ab werde die Internetseite jedoch bereits unter der Adresse www.aufstehen.de aufrufbar sein. Zunächst seien dort Videosequenzen zu finden, in denen Bürgerinnen und Bürger über ihre Lebenssituation sowie ihre Erwartungen an eine gerechte Politik berichten. Initiatoren und Unterstützer der Sammlungsbewegung sollen erst Anfang September an die Öffentlichkeit treten. Interessenten könnten sich ab Sonnabend jedoch auf der Seite registrieren.

Immerhin hatte sich bereits der Bundestagsabgeordnete der SPD Marco Bülow als Unterstützer zu der Bewegung bekannt. Noch vor ihm war der SPD-Politiker Rudolf Dreßler mit dem Bekenntnis an die Öffentlichkeit getreten, die von Wagenknecht und ihrem Ehemann Oskar Lafontaine, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im saarländischen Landtag, geplante Sammlungsbewegung zu unterstützen. In einer Kolumne für »neues deutschland« hatte Marco Bülow, Mitglied der Parlamentarischen Linken in der SPD, erst in dieser Woche für ein »Bollwerk sowohl gegen die rechte Bewegung als auch den neoliberalen Mainstream« geworben. Nur wer eine wirkliche Alternative anbiete »und nicht nur gegen, sondern für etwas kämpft«, werde die »fatale Entwicklung aufhalten können«. Bülow hatte mit Mitstreitern im März dieses Jahres eine »Progressive Soziale Plattform« ins Leben gerufen, der sich mittlerweile 5000 Unterstützer, Parteilose wie Sozialdemokraten, angeschlossen haben. »Wir wollen uns vernetzen - auch mit anderen Sammlungsbewegungen«, schrieb Bülow.

Die Initiatoren der Sammlungsbewegung wollen die Spannung vor der offiziellen Gründung offenkundig medienwirksam hochhalten. So erklärt sich die Preisgabe des Namens an diesem Wochenende. Ein bereits vor Wochen öffentlich gewordener Namensvorschlag war von Wagenknecht kurz darauf dementiert worden. Auch der in einem früheren Diskussionsstadium bekannt gewordene Gründungsaufruf ist weiter bearbeitet worden; Formulierungen hatten kritische Kommentare hervorgerufen und Vorbehalte gegen die Sammlungsbewegung weiter genährt. Auch die Parteivorsitzenden sind skeptisch gegenüber dem Projekt. Groß ist die Sorge, dass damit die LINKE geschwächt oder gar gespalten werden könnte. »Wie groß die Sammlungsbewegung wird und wie sozialistisch sie ausgerichtet ist, das ist ja noch offen«, hatte Katja Kipping in einem nd-Interview gesagt.

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