Werbung

Ein Versuch

Wolfgang Hübner über die Sammlungsbewegung »Aufstehen«

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung, die nun den Namen »Aufstehen« trägt, wird von Hoffnungen begleitet, denn viele Menschen wünschen sich einen sozialen Aufbruch in einer nach rechts gerückten politischen Landschaft.

Gleichzeitig gibt es Skepsis. Warnungen vor einer Gefährdung für das parteienförmige Demokratiesystem sind zwar läppisch, vor allem wenn sie aus Parteien kommen, die zur Krise des Parteiensystems selbst beigetragen haben. Allerdings findet die Installation der Bewegung vor dem Hintergrund des Macht- und Richtungskampfes in der Linkspartei statt, in dem es immer wieder um Thesen Wagenknechts geht, die auf eine Lösung sozialer Fragen im nationalen Rahmen hinauslaufen. Die Kontroverse darum und um die Flüchtlingsfrage war zuletzt auf dem Parteitag explodiert. Überhaupt kann man es merkwürdig finden, dass eine einflussreiche Politikerin eine Bewegung neben ihrer Partei gründet.

Indessen berührt Wagenknecht einen Punkt, an dem auch ihre Kritiker nicht vorbeikommen: Die Zustimmungswerte der Union und der SPD sinken, und es profitiert nicht die LINKE, sondern vor allem Rechtsaußen. Dem mit einem Ausbruch aus politischer Routine zu begegnen, ist einen Versuch wert.

Diese Sammlungsbewegung kann einen Beitrag dazu leisten, die Linke insgesamt stärker zu machen, wenn sie kein Instrument Einzelner ist, sich zu profilieren. Wenn sie kein Hebel im innerparteilichen Machtkampf ist. Und wenn sie ein integratives Projekt wird - für seine Anhänger, für Einheimische wie Hinzukommende.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen