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Deckname »Schnuller«

Markus Drescher über Kinder unter Geheimdienstbeobachtung

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

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Der Verfassungsschutz warnt vor Kindern. Radikalisierten Kindern. Islamistisch radikalisierten Kindern. Mit »islamistisch«, »radikalisiert« und »Gefahr« werden derzeit schon zahlreiche Polizeiaufgabengesetze der Länder derart verschärft, dass von Bürgerrechten, die es auch mal in diesem Land gab, so gut wie nichts übrig bleibt.

Nun also sind die Minderjährigen dran. Natürlich nur gefährliche. Also potenziell gefährliche. Aber wo eine Gefahr erst einmal ausgemacht ist, da ist der Ruf nach einem Abbau von Bürgerrechten nicht weit. In diesem Fall die völlige Entgrenzung der geheimdienstlichen Beobachtungsmöglichkeiten.

Dass diese sich dann auf Islamisten-Kinder beschränkt, darf bezweifelt werden. Auch dass konsequenterweise dann auch etwa Nazi-Eltern, Seehofer-Anhänger und Reichsbürger ins Visier geraten, die ihre Kinder indoktrinieren. Also potenziell gefährlich machen, weil die Eltern Grundwerte und -gesetz nicht achten.

Stellt sich auch noch die praktische Frage: Wer beobachtet die kindlichen Gefährder? Erzieher in der Kita, Lehrer, Schulfreunde, Vereinstrainer? V-Leutchen und -Leute von der Wiege bis zur Bahre? V-Kind »Schnuller« meldet, der Ali aus der Parallelklasse betet ganz schön oft? Wer eine derartige Durchsetzung der Gesellschaft mit Spitzeln und Denunziantentum auf allen Ebenen, in allen Altersklassen anstrebt, der - gehört doch eigentlich als Gefahr beobachtet.

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