Werbung

Protektionismus à la Altmaier

Simon Poelchau über härtere Regeln für ausländische Investoren

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mitte Juli war für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier offenbar alles ganz anders. Man habe sich »gemeinsam gegen weltweit zunehmende protektionistische Tendenzen« gestemmt, bejubelte der CDU-Mann die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen Japan und der EU. Nun setzt Altmaier lieber doch ein bisschen auf Protektionismus. Anders ist sein Vorstoß, Investoren von außerhalb der EU den Kauf von Beteiligungen an deutschen Firmen zu erschweren, nicht zu verstehen. Es ist auch klar, gegen wen sich dieses Vorhaben richtet: China.

Der Protektionismus à la Altmaier ist natürlich kein harter Protektionismus, wie wir ihn die letzten Wochen und Monate erlebt haben, als US-Präsident Donald Trump immer wieder die Sonderzollkeule geschwungen hat und China und die EU-Kommission immer wieder mit Gegenzöllen antworteten. Altmaiers Protektionismus ist sozusagen ein Protektionismus light, weil er nur Übernahmen erschwert und nicht den milliardenschweren Absatz von Produkten.

Natürlich ist es Altmaiers Recht als Bundeswirtschaftsminister, das Land vor wirtschaftlicher Einflussnahme von außen zu schützen. Doch misst er bei seinem Vorhaben eindeutig mit zweierlei Maß. Schließlich rühmt sich Deutschland immer wieder, Exportweltmeister zu sein, und ist beleidigt, wenn andere Staaten ihre Märkte schützen wollen. Als ob die Globalisierung für Deutschland nur eine Richtung haben sollte.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen