Leipzig zahlt für Kitas kräftig drauf

Studie zeigt klare Nachteile für Investorenmodell / LINKE: Stadt muss mehr selbst bauen

  • Von Hendrik Lasch, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Sie wächst und wächst: Die Zahl der Einwohner von Leipzig nähert sich der Marke von 600.000 - auch, weil viele Kinder geboren werden. Die haben, wie ein 2013 in Kraft getretenes Gesetz besagt, einen Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Kita. Die vorhandenen Einrichtungen jedoch sind voll. In Leipzig geht man daher davon aus, dass bis zum Jahr 2022 etwa 36 neue Einrichtungen gebraucht werden, bis 2030 womöglich gar 80.

Wer diese baut - darüber muss im Lichte einer jüngst publizierten Studie neu nachgedacht werden. In diesem Papier sind Modellrechnungen zum Kita-Neubau zwischen 2013 und 2018 angestellt worden. In der Zeit sollten in Leipzig 94 Kitas neu in Betrieb gehen. Nur 22 davon errichteten oder errichten die Stadt oder ihre Unternehmen selbst; die übrigen 72 Projekte gingen an private Investoren und freie Träger. Diese Variante aber kommt die Kommune deutlich teurer. Hätte sie sich für Bau und Betrieb in eigener Regie entschi...


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