Waldstadt bangt um ihren Wald

Im Potsdamer Süden sollen Bäume für einen Schulcampus und Sportplätze geopfert werden

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Der Bollerwagen - er ist mit Wasserflaschen beladen und mit zwei SPD-Fahnen geschmückt - rumpelt durch den Wald. Mike Schubert, SPD-Kandidat für die Potsdamer Oberbürgermeisterwahl am 23. September, hat zu einem Stadtspaziergang geladen. Die Stadt ist eigentlich ganz nah, doch die Wohnblöcke des zu DDR-Zeiten errichteten Plattenbauviertels Waldstadt II sind vor lauter Bäumen nicht zu sehen.

Beim Bau der beiden Waldstadtviertel wurde mit eigens entwickelten Verfahren der alte Baumbestand zwischen den Wohnblöcken geschont. Das ist schön, und wer am Rand der Siedlung lebt, bekommt als Zugabe noch ein Stück dichten Waldes hinzu. Die Anwohner lieben das, und kämpfen darum, dass es so bleibt.

Denn die Stadt Potsdam will zwischen der Siedlung und den Gleisen am Bahnhof Potsdam-Rehbrücke einen sechs Hektar großen Campus für 1400 Schüler nebst Hort und Kita errichten, außerdem noch zwei Vereinssportplätze. Insgesamt müssten dafür knap...

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