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Kinder auf Peppa-Wutz-Entzug

Andreas Koristka hat Ratschläge für Eltern, deren Nachwuchs sich auf den Islamistentrip begeben hat

  • Von Andreas Koristka
  • Lesedauer: 3 Min.

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Jedem, dem schon einmal ein Lego-Baustein unter unvorstellbaren Schmerzen aus dem Fuß geeitert ist, weiß um die grundsätzliche Gefährlichkeit von Kindern. Dennoch darf man nie vergessen, dass Kinder kleine verletzliche Wesen sind, vollgepumpt mit heißem Hass, bestialischer Brutalität und Unmengen von Kot. Sie stechen einem morgens in die Augen, treten einem unvermittelt in die Testikel oder schlagen einem ihre Milchzähne tief ins Fleisch der Unterarme. Danach ergötzen sie sich an den von ihnen verursachten Schmerzen, während sie genüsslich ein paar Popel verzehren und beiläufig Brechdurchfallerreger verteilen.

Private Angst vor Kindern erscheint vernünftig und geboten. Als gesellschaftliches Problem wurden Kinder allerdings bislang konsequent ignoriert, ganz so, als hätte es die Millionen Löcher im Kopf, die sich in diesem Jahr Kinder in Buddelkästen mit Schippen gegenseitig schlugen, nie gegeben. Man muss dem Islamischen Staat fast dankbar sein, dass er die politische Aufmerksamkeit wieder auf die Killermaschinen unter 1,20 Meter gerichtet hat, indem er sie für seine Belange ideologisierte.

Unlängst forderten viele Politiker von CDU und CSU, die Sprösslinge von Islamisten beobachten lassen zu können. Auch dann, wenn sie unter 14 Jahre alt sind. Das geht bislang leider aus juristischen Gründen nicht. Werden Islamisten beispielsweise abgehört und ihre Kinder betreten den Raum, dann halten sich die deutschen Ermittler ihre Ohren ganz fest mit zwei Grundgesetzen zu. Ganz großes Beamtenehrenwort! Die islamistische Brut kann derweil ungestört beratschlagen, welchem Ungläubigen sie morgen in der zweiten Stunde unvermittelt den Stuhl wegziehen wird, wen sie im Namen Allahs des Allmächtigen, Lob sei ihm und gesegnet sei sein Strohhalm, mit angespeichelten Papierkügelchen beschießen wird oder mit welchem nackten Finger sie auf angezogene Christen zeigen möchte. Maßregelung brauchten sie dabei bislang nicht zu fürchten. Denn wie so oft, machte das verdammte Gesetz den Beamten ihre Arbeit geradezu unmöglich. Deshalb soll es nun, inschallah, geändert werden.

Aber wenn Polizei und Verfassungsschutz weiterreichende Befugnisse beim Beobachten der kleinen Scharia-Scheißerchen haben werden, dann muss auch die Frage gestellt werden, welche Strafen auf die festgestellten Straftaten folgen sollen. Aus einem internen Papier soll der Vorschlag gekommen sein, wie Terroranschläge mit mehr als zehn Toten geahndet werden solle: mit dem Entzug von Peppa-Wutz-Gucken nicht unter einem Jahr. Wer seine Süßigkeiten von der Geburtstagsfeier sammelt, um sie den Dschihadisten in Syrien zukommen zu lassen, muss ohne Abendgebet ins Bett und wer zu laut »Allahu Akbar« ruft, muss eine zweiminütige Auszeit auf der Stilletreppe nehmen.

Das Gesetz bietet aber noch ganz andere Möglichkeiten. Eltern, die befürchten, ihre Sprösslinge könnten in ihrer Abwesenheit etwas anstellen, sollten sich beizeiten in islamische Gewänder hüllen und bei Google ein paar Mal nach »Bombe«, »Prophet« und »Sexgott Pierre Vogel« suchen. Schon kann man sichergehen, dass die eigenen Kinder rund um die Uhr vom Verfassungsschutz betreut werden und dass man in absehbarer Zeit in eine der großen Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen eingeladen wird. Dieses Vorgehen sei auch jenen Eltern ans Herz gelegt, die im Kampf um die raren Kitaplätze leer ausgingen!

Wie man hört, soll sogar RTL insgeheim schon an einem neue Format namens »Die Superburkaträgerin« arbeiten, in welchem überforderten Eltern erklärt wird, wie sie die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich ziehen.

Am Ende könnten alle gewinnen. Die Unionsinnenminister wären ihrem Fernziel eines totalitären Überwachungsstaates ein weiteres Stück näher gekommen und aus deutschen Kinderzimmern würde man wieder Elternlachen hören. Denis Cusperts Tod wäre nicht umsonst gewesen.

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