Werbung

Schulbücher sind wieder kostenfrei

Zum neuen Schuljahr hat der Senat die Lernmittelfreiheit umgesetzt

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mit Beginn des neuen Schuljahrs gilt in Berlin wieder die Lernmittelfreiheit. Das bedeutet, dass Eltern nichts mehr für die Schulbücher ihrer Kinder in der Grundschule bezahlen müssen. Bislang mussten sie 100 Euro im Jahr zahlen. Es sei denn, die Familien wurden davon befreit, weil sie Transferleistungen beziehen.

»Die Lernmittelfreiheit zeigt einmal mehr, dass wir für die Chancengleichheit in der Bildung stehen«, lobt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Initiative aus dem Haus von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Insbesondere für Alleinerziehende bedeute der Wegfall von Kosten für Bücher und andere Unterrichtsmaterialien eine finanzielle Entlastung, findet der Regierende. »Die Lernmittelfreiheit ist ein wichtiger Baustein für gebührenfreie Bildung«, sagt Müller.

Einige Schulleiter sind von der Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit hingegen ganz und gar nicht begeistert. Sie befürchten, dass die Zuschüsse des Senats hinter den Zahlungen der Eltern zurückbleiben und so Geld für die Anschaffung neuer Bücher fehlt. »Die Schulen dürfen im Vergleich zu den Vorjahren nicht schlechter gestellt werden«, heißt es in dem Brief der Interessenvertretung »Schule akut Berlin«, in der sich vor allem Schulleiter aus Pankow zusammengeschlossen haben.

Die Rechnung der Schulleiter geht so: Bisher hatten die Schulen 173 Euro pro Kind für Lernmittel zur Verfügung. 73 Euro kamen vom Senat. Die restlichen 100 Euro von den selbst zahlenden Eltern, die etwa 62 Prozent der Gesamtelternschaft ausmachten. Mit der jetzt geltenden Lernmittelfreiheit für alle wird sich der Betrag pro Kind auf nur noch 150 Euro belaufen. 100 Euro vom Senat plus 50 Euro Zuschuss für das aktuelle Schuljahr. Die Extrazahlung soll es den Schulen ermöglichen, einen eigenen Bücherbestand aufzubauen. Ab dem Schuljahr 2020/21 soll es bei den 100 Euro für einen Schüler bleiben. Die Senatsrechnung komme einer Mittelkürzung gleich, meinen die Schulleiter.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen